Sonntag, 24. Januar 2021

el dodèl





aus schmerz verkriech ich mich tief in mir

hab angst davor, dass wer ich bin, nicht gut genug sein kann für hier


zu lebzeiten bloss statue geblieben

nichts an mir aus menschlichem leben

als tier mich selbst schon abgeschrieben

da taucht es auf, das bild vom skorpion 
dessen eigener stachel  bremst ihn in seinem tun
wie dem esel die karotte zur motivation
schwebt ihm vornüber bedrohlich ein stachel

-  el dodel

seine welt steht still   -


..doch weiter dreht sich die erde


der bauer pflügt seine felder

die pferde wiehern auf der weide

die möwe erwischt den fisch

nur el dodel andauernd sich selber, 
wie er was sagt bei tisch, wovon sie sagt, dass es nicht hingehört dort 

und als er erneut versucht, 

zu ergreifen ein wort, ist es fort

la dodelle

geräuschlose stille erschaffst du und mir 
bleibt atem und spucke weg vor lauter gier nach momenten mit dir

im zweiklang vereint, frei von sämtlichen schlingen
ertönt das klingen der glocken im himmel
die engel im chor, die beginnen zu rocken
averna verwandelt sich in artischocken

doch das rollende r auf den zungen bleibt stocken
wenn spinnen, die eben noch an fäden hingen, 
denselben verlieren -- durch schneidende klingen
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verwickelt am strick deiner eigenen gefühle
bleibt dir zurück nichts als leere und kühle
und hoffnung an mich, deinen retter in not
dessen eigenem boot schon der untergang droht
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wenn die schatten zweier menschen ineinander zerrinnen
müssen sich nicht auch gleich deren herzen verbinden
darum prüfe, bevor du dich ewig willst binden
ob du nicht eigentlich willst jemand anderen finden

der glaube mit el dodèl auf einer welle
zu schwimmen
macht dich zu seiner  d o d e l l e 


Dienstag, 25. August 2020

auf urlaub

stö d’amoi vor
wie schens dort woa:

vegal ham pfiffn
katzal ham gschnurrt
bleamön hom bliaht

von bienen wor i umschwärmt
d'sonn hot mi gwärmt

von möwen hob i glernt des lautlose gleiten
vom löwenzahn ogschaut die goldanen seiten
  des meer hot ma vazöht vo stürmische zeiten
von die sterne am himmel lass i mi heit no leiten

die luft woa so sanft
alle sorgen vadampft
weich wie seide der wind
aufgnumman von da natur 
wie a eigenes kind

stö da des vor
so schen wie's dort woa
hauptsaison, des ganze jahr

Samstag, 8. August 2020

die neue stille der stadt (corona virus)

quel que soit le confinement de la france
ou le "raté" des autorités autrichiennes -
quand on voit la situation italienne
on apprend ce que c’est que la vraie souffrance!


anstatt dem lärm geniesse ich die stille hier nun
die in die menschen eindringt und beruhigt ihr aller tun
die sich langsam ausbreitet und die stadt regiert
mit einem rhythmus, der so anders auf den straßen pulsiert

so wünsch’ ich mir, dass das virus bald vorbei -- wir wieder frei
doch besinn’ ich mich auch darauf, dass uns etwas bleibt von dieser unwirklichen zeit

..denn ihre seelen bleiben 
sie nahm das virus nicht
lass' ihre schmerzen heilen
darum bitt' ich
https://drive.google.com/uc?export=view&id=1oXFc1M90hc06XA4AnBlBg04DiGP4ghiZ

de l'amour (accueilli comme un ami)

il arrive
il reste
il joue avec nous
et il sort..

à son présence on pense seulement à l’infini
on pense d'avoir trouvé l'essence de la vie on rêve même d‘un retour au paradis 
on jurerait en son nom jusqu'à la mort 
on en est sûr -- il est fait du même bois 
mais tout à coup il est sorti..

et on se trouve seul dans ce monde gris
ayant appris que seulement l'infini ne sera jamais fini et non pas lui

quand même on desire plus de ce goût
ne savant pas pourquoi

peut être parce que l'espoir est beau?
et on laisse tout commencer de nouveau

(Bruxelles)

Dienstag, 17. März 2020

hab den berg erklommen

prenzlauer berg, hab erlebt deine höhen
neukölln, hab durchflossen dein tal
schmutzig war's! ich hab's genossen..

lichtenberg, ich hatte keine wahl!
liebling kreuzberg, 
dich guck' ich mir vielleicht noch an!
schöneberg, wie verführerisch sind deine gassen..

doch charlottenburg..
du spendest mir ruhe
in charlottenburg hol' ich mir kraft
ihre festen mauern stehen entschlossen
sind sicher, wie aus eisen gegossen
stark wie zu jener ritterzeit
rüstung und edelste karossen
trotzten jeglichem leid

hier kann man schmieden sein heissestes eisen,
erproben im inner'n duell,
das man zuerst auf den strassen berlins und dann
der restlichen welt zeigen kann

auf in die schlacht!
wär' doch gelacht,
wenn hier nicht getan 
was man in 500 jahren
noch brauchen wird, mann!




Samstag, 12. Mai 2018

fille et père

il dit : „chérie, mais ce n‘est pas de la honte, ça
dans la vie on est libre de faire n‘importe quoi
c‘est un cadeau de la plus haute priorité
de la vivre à son goût tant qu’on est en vie

fais les pas que tu veux faire sans soucis
et ne te gênes pas pour ça que tu as fait
il y a seulement la loi qu‘il faut respecter
mais à part ça que tu ne te senses pas limité.“